Bulgaria – Guide with tips for your holiday
Bulgarien lässt sich von Norden nach Süden in verschiedene, jeweils von Westen nach Osten verlaufende Naturräume gliedern. Entlang der Nordgrenze Bulgariens erstreckt sich die breite Donauniederung. Nach Süden schließt zunächst das Donauhügelland an; es ist zwischen 100 und 400 Meter hoch und fällt relativ steil zur Donau hin ab. Ihm folgen die als Vorbalkan bezeichneten Vorberge des Balkan, die bereits Höhen bis zu 1 500 Metern erreichen, sowie der Balkan. Er durchzieht Bulgarien auf der gesamten Länge und bildet das geographische Rückgrat des Landes. Sein höchster Berg, der Botev, ist 2 376 Meter hoch. Der Balkan bildet die Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer und Ägäischem Meer. An die südlichen Ausläufer grenzen die Gebirgszüge Srednagora und Sârnenagora. Es folgt die Thrakische Niederung, die sich nach Osten zum Schwarzen Meer hin erweitert; in ihr wechseln Beckenlandschaften, wie etwa die Niederung der Marica, mit Hügelland ab. Im Süden des Landes erhebt sich die Thrakische Masse, die in mehrere Gebirge gegliedert ist. Zu ihr gehören die nahe der Südgrenze des Landes gelegenen Rhodopen, sowie als deren westliche Ausläufer das Piringebirge (im Vihren bis 2 915 Meter hoch) und das Rilagebirge. Der Musala ist mit 2 925 Metern der höchste Berg des Rilagebirges und der gesamten Balkanhalbinsel. Mehrere kleinere Gebirge erstrecken sich entlang der westlichen Grenze des Landes.
Das wichtigste Flusssystem Bulgariens ist das der Donau (bulgarischer Anteil etwa 520 Kilometer) mit ihren Nebenflüssen Iskâr (etwa 368 Kilometer lang) und Jantra (etwa 290 Kilometer lang). Weitere bedeutende Flüsse sind die Kamčija (etwa 180 Kilometer lang), die in das Schwarze Meer mündet, sowie die Marica (bulgarischer Anteil etwa 320 Kilometer), die Struma und die Mesta, die in das Ägäische Meer fließen. Da die Industriezentren ihre Chemieabfälle, Schwermetalle, Nitrate, Ölrückstände und Abwässer ungeklärt in Gewässer einleiten, sind praktisch alle großen Flüsse in ihrem mittleren oder unteren Lauf verschmutzt. Aufbereitungsanlagen für Industrie- oder Haushaltsabwässer sind unzureichend oder nicht vorhanden.
In den nördlichen Gebieten von Bulgarien herrscht überwiegend kontinentales Klima mit hohen Temperaturschwankungen im Jahresverlauf. Kalte Winter wechseln mit heißen, trockenen Sommern. Dürre, Frost, Wind und Hagel zerstören häufig einen Teil der Ernte. Mildernde Einflüsse durch Luftmassen aus dem Mittelmeerraum werden durch die südbulgarischen Gebirge abgehalten. Die Beckenlandschaften der südlichen Landesteile sind mit trockenen Sommern und feuchten Wintern vorwiegend mediterran geprägt. Der Balkan schützt den Süden des Landes wirksam vor Kaltlufteinbrüchen aus Nordosten.
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